Rudolf Diesel war ein großer Erfinder. Sein Motor funktionierte erst, als er das feinzerstäubte Einspritzen erfand. Er hatte den »Aha-Effekt«, als seine Frau ihn nach einem fehlgeschlagen Versuch mit einem Parfümzerstäuber zu erfrischen versuchte. Erst der Anblick im richtigen Augenblick generierte die Idee, obwohl ihm Parfümzerstäuber nicht unbekannt waren. Die GESTALTUNGSHILFE Parfümzerstäuber löste die Erfindung aus.

Gilette hatte Ende des 19. Jahrhunderts zunächst die Vision vom Markt: »Nach Gebrauch wegwerfen!« Er untersuchte systematisch viele Bereiche des täglichen Lebens uns stieß dabei auf die Marktnische Rasieren. Aus der erkannten Bedarfslücke entstand der erste Rasierapparat mit Wegwerf-Klinge, dem er innerhalb von wenigen Jahren zu weltweiter Verbreitung verhalf.

Der Erfinder des Klettverschlusses wusste um die Probleme mit Reißverschlüssen. Auf einer Bergwanderung durch die Alpen musste er von seiner Kleidung und seinem Hund zahlreiche Kletten entfernen. Dabei hatte er die Eingebung, daraus einen neuen Verschluss zu entwickeln. Auch hier gab die GESTALTUNGSHILFE Kletten den entscheidenden Anstoß.

Bei fast allen intuitiven Erfindungen kann man nachträglich derartige Zusammenhänge feststellen.

Die marktorientierte Innovationsstrategie fasst diese Vorgänge in einem methodischen Ansatz zusammen und stimuliert die Kreativität durch entsprechende GESTALTUNGSHILFEN. Entstanden bei der praktischen Entwicklungsarbeit im Maschinenbau, vervielfacht die Marktorientierte Innovationsstrategie das in den Unternehmen vorhandene Kreativitätspotential. Durch besondere Ablaufstrukturen werden neue Technologien zielorientiert gefunden. Neben dem Entwicklungsrisiko werden auch die Entwicklungskosten ganz erheblich gemindert.

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